Le récit
Geschichte des Vereins
Die Anfänge — 1977
Tai Jutsu Do Karate Adliswil wurde 1977 von einer kleinen Gruppe passionierter Kampfsportler ins Leben gerufen. Was als bescheidene Trainingsgemeinschaft in einer Turnhalle in Adliswil begann, sollte sich über die Jahrzehnte zu einem der beständigsten Karatevereine des Kantons Zürich entwickeln.
Die Gründer teilten eine gemeinsame Vision: eine Kampfkunst zu lehren, die über das reine Kämpfen hinausgeht — eine Kunst, die den Menschen in seiner Gesamtheit formt, körperlich wie geistig.
Die Gründerjahre — 1977 bis 1985
In den ersten Jahren war das Training schlicht. Keine Wettkämpfe, keine Trophäen — nur die Grundlagen des Shotokan Karate, täglich geübt mit Ausdauer und Hingabe. Der Verein zählte anfangs nicht mehr als zwölf Mitglieder, die sich mehrmals pro Woche in der Turnhalle Adliswil trafen.
Bereits damals war klar, dass dieser Verein einen anderen Weg gehen würde als andere Clubs. Der Fokus lag nicht auf Siegen und Ranglisten, sondern auf dem japanischen Prinzip des Do — des Weges. Karate als Lebensschule.
"Wir haben nie nach Pokalen gesucht. Wir haben nach Erkenntnis gesucht." — Aus den Gründungsunterlagen, 1977
Wachstum und Verwurzelung — 1985 bis 1991
In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre erlebte der Verein einen ersten grossen Aufschwung. Die Mitgliederzahl wuchs stetig, neue Trainingsformen wurden integriert und das Repertoire erweitert sich um Ju-Jutsu und andere japanische Bewegungskünste.
Der Begriff Tai Jutsu Do — «Weg der körperlichen Handwerkskünste» — bürgerte sich als Oberbegriff für die ganzheitliche Philosophie des Vereins ein. Er fasst zusammen, was den Club von Anfang an ausgezeichnet hat: die Verbindung von Technik, Körper und Geist.
In dieser Zeit entstanden auch die ersten Vereinstraditionen:
- Die jährliche Reussfahrt mit den clubeigenen Kanus
- Das Frühlings- und Herbstlager als Fixpunkte im Vereinskalender
- Der Mondo-Abend am Ende besonderer Trainingseinheiten
Die Gründung von TKS Suisse — 1991
Ein entscheidender Meilenstein in der Vereinsgeschichte: Im Jahr 1991 schlossen sich die Vereine TKS Adliswil und TKS Grabs zum Verband TKS Suisse zusammen.
Dieser Zusammenschluss war mehr als eine administrative Massnahme — er besiegelte eine langjährige Freundschaft zwischen zwei Gruppen, die dieselben Werte teilten. Seither treffen sich die beiden Vereine jedes Jahr zum gemeinsamen Herbstlager, um gemeinsam zu trainieren, sich auszutauschen und die Gemeinschaft zu pflegen.
TKS Suisse steht heute für:
| Wert | Bedeutung |
|---|---|
| Freundschaft | Verbindung über Vereinsgrenzen hinaus |
| Weiterentwicklung | Jedes Mitglied wächst in seinem eigenen Tempo |
| Tradition | Verwurzelung im klassischen Shotokan Karate |
| Offenheit | Bereitschaft, Trainingsformen anzupassen und zu erweitern |
Moderne Zeiten — 2000 bis heute
Mit dem neuen Jahrtausend öffnete sich der Verein noch stärker für neue Mitglieder. Das Kindertraining wurde ausgebaut, regelmässige Schnupperkurse eingeführt und die Trainingsphilosophie weiterentwickelt.
Eine bewusste Entscheidung prägt den Verein bis heute: keine Wettkampforientierung. Während viele Clubs zunehmend auf Turniere und Ranglisten setzten, blieb TKS Adliswil seinem ursprünglichen Weg treu. Das Ziel ist nicht der Sieg über einen Gegner — sondern die Arbeit an sich selbst.
Der Partner ist kein Gegner. Er stellt eine Aufgabe — wir lösen sie gemeinsam.
Diese Haltung zeigt sich auch in der Sprache: Bezeichnungen wie «Angreifer» oder «Verteidiger» haben im Training keinen Platz. Stattdessen: Tori und Uke — zwei Partner, die voneinander lernen.
Heute — Fast 50 Jahre Karate in Adliswil
Bald feiert der Verein sein 50-jähriges Bestehen — ein Meilenstein, der zeigt, dass eine Kampfkunst, die auf Werten statt auf Wettkampf basiert, über Generationen bestehen kann.
Heute zählt TKS Adliswil Mitglieder aller Altersgruppen, vom Kind bis zum erfahrenen Schwarzgurtträger. Die Trainingszeiten sind dieselben geblieben, die Turnhalle dieselbe — und die Philosophie dieselbe:
Entdecken Sie mit uns eine neue Art des Kampfsports. Tai Jutsu Do — die Kunst des Weges.
Letzte Aktualisierung: 2025